Julia Nimke

BERUF: Freigeist, Meisterfotografin, Künstlerin, Perspektiven-Profi.

PRIVAT: Querdenkerin, Berlin-Fan, Vintagelover, Minimalistin.


Kennt ihr das – du triffst jemanden, den du noch nie gesehen hast, aber du hast das Gefühl du kennst diese Person schon ewig? Genau so war´s für uns mit Julia (26). Die lebt mittlerweile seit acht Jahren in Berlin und arbeitet mit ihrer abgeschlossenen Ausbildung als Meisterfotografin halbtags in einer großen Kreativ-Agentur. Den Rest ihrer wertvollen Zeit nimmt sie sich bewusst für Projekte die ihr Spaß machen und die sie auf kreativer Ebene fördern. Sie fotografiert für Magazine, große Events und hatte bereits spannende Menschen wie Felix Jaehn oder Thomas D. vor der Linse!

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Wir trafen Julia in einem Wohnblock in Neuköllln. Sie hat uns die Location für ein Shooting empfohlen und wir fanden es toll – Berlin-Flair pur! Während sie K fotografierte, konnte wir sie über ihren Modestil befragen:

Q&A

Dein Kleidungsstil ist sehr besonders / anders / so richtig berlinerisch! – Wodurch lässt Du Dich inspirieren?

Mein Stil ist tatsächlich schon seit einigen Jahren ziemlich konstant, das hat sich einfach so entwickelt.  Ich kombiniere gern feine Stoffe und halte das Ganze schlicht. Persönlich folge ich weniger den Mode-Blogs sondern hole mir meine Anregungen größtenteils bei Pinterest oder ansonsten natürlich in “meiner” Stadt selbst. Hier siehst du ständig Leute, die dich inspirieren – das macht auf alle Fälle Spaß!

Und welche Ecke in Berlin würdest Du uns dafür empfehlen?

Auf jeden Fall Neukölln! Prenzlauerberg und Friedrichshain sind eher so die schnieken Ecken. Aber wie gesagt, Neukölln und auch Kreuzberg sind die künstlerischen Viertel wo sich die Leute in Sachen Mode mehr entfalten und sich vielleicht auch mehr trauen. Außerdem gibt´s dort immer wieder Flohmärkte auf denen man tolle Einzelstücke ergattern kann.

Apropos Flohmärkte / 2nd-Hand: Das ist mittlerweile ein großes Ding geworden in Berlin?

Ja, und ich muss fast sagen – leider! Die Flohmärkte sind hier mittlerweile schon extrem überlaufen weil´s gerade ein absoluter Trend ist 2nd-Hand Teile zu haben. Ich kauf’ extrem viele Klamotten aus zweiter Hand, fahr’ dafür aber meistens zu Flohmärkten nach Dresden, die sind einfach um Meilen günstiger! Aber wenn ich dann doch mal ein Teil in Berlin ergattere, dann beim fußläufig entfernten Boxi Flohmarkt sonntags.

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Danke für den Tipp! Kaufst du dann ausschließlich 2nd-Hand Teile oder gibt’s auch Stores und Marken die du ‘normal’ kaufst?

Na klar, die gibt´s natürlich auch! Ich hab mir gerade ein Teil bei & Other Stories geholt – meine Schuhe sind meistens von Vagabond und ansonsten kauf ich auch sehr gern bei COS ein.

Das sind Marken die ich auch extrem gern mag – besonders, aber gleichzeitig erschwinglich! Gibt es im Gegensatz dazu ein richtig teures Teil das du dir mal gegönnt hast?

Meine Uhr! Ich bin (sonst) grundsätzlich nicht der Mensch der viel Geld für Mode ausgibt und damals dachte ich mir auch ‘Krass – so viel Kohle für ne Uhr!?’ Aber die lieb ich eben und das weiß ich auch zu schätzen!

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Also kann man sagen, dass du ein Mensch bist der auch mit den aktuellen Trends geht?

Mhh.. Ich lass mich schon gern inspirieren, bin aber auf keinen Fall eine Frau die jedem Trend hinterher läuft. Ich behalte gerne meine Linie bei, bin aber sehr froh, dass beispielsweise der Röhrenjeans-Trend etwas abflaut. Ihr seht ja was ich gerne für Hosen trage, die sind ganz anders 😉

Welche Stadt ist deine Modemetropole?

Ganz spontan – Stockholm. Das Minimalistische und Schlichte des skandinavischen Stils ist für mich sehr anziehend! Die Menschen dort sind einfach schön und haben Stil, das ist fast unheimlich!

Und jetzt noch ne Frage außerhalb der Modewelt und einfach weil wir uns über  jeden Berlin-Tipp freuen – Was ist dein favorite Lokal?

Oh, da gibt´s tatsächlich einige aber um den Lokalpatriotismus etwas zu unterstützen, wähl’ ich das Lokal in der Straße in der ich wohne! Hermann Schulz. Das ist‘n kleines Café, sieht mega abgeranzt aus, is aber einfach total urig, im 70er Jahre Stil. Wöchentlich gibt´s dort Screenings oder es spielt mal ne Band, das ist für mich einfach Berlin!

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Das Gespräch mit Julia war toll. Wir kannten sie zuvor nicht aber als wir sie trafen und plauderten, war es als würden wir eine alte Freundin wiedersehen! Eine total entspannte und herzliche Begegnung. In diesem Beitrag konntet ihr bereits einige ihrer Selbstportrait-Bilder bestaunen, schaut euch unbedingt mehr von ihrer künstlerischen Arbeit an – wirklich eine faszinierende Fotografin – WOW! Zum Schluss ein ganz großes, MERCI Julia, es hat uns so gefreut dich kennen zu lernen und wir sehen uns bestimmt sehr bald wieder 🙂 C&K

[Fast Fact zum Abschluss unserer Story: Auch Mareile Höppner hat in unserem Interview Stockholm als persönliche Modemetropole genannt – die Schweden scheinen zu begeistern. Wir schulden euch außerdem noch den Travelguide für die impulsive Stadt im Norden! – Seid also gespannt]

Julia ist mit ihrem Job extrem oft auf Reisen – auf ihrem Online-Blog könnt ihr tolle weitere Bilder entdecken, lasst euch das NICHT entgehen und schaut mal bei ihr vorbei:

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